Februar 2020 – wer erinnert sich noch an Samsam?

Im Sommer 2016 (s. „Aktuelles“ Juni 2016) konnte EFI zusammen mit einigen engagierten Ebersberger BürgerInnen die Schwester eines in Ebersberg lebenden Asylsuchenden nach schwerer Verbrennung mit Behandlungskosten und vor allem rascher Beschaffung spezieller Medikamente unterstützen. Norwegische Ärzte behandelten Samsam, so heisst die junge somalische Frau, in einer koreanischen Klinik in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba.

Es ist eine Freude berichten zu können, dass wir heute Folgendes erfahren haben:

Samsam hat inzwischen einen Partner gefunden und kürzlich nach unkomplizierter Schwangerschaft ein gesundes Mädchen geboren – herzlichen Glückwunsch auch aus Grafing!

Februar 2020 – EFI unterstützt das Regensburger Projekt in Sendhwa/Indien

Zum wiederholten Mal konnten wir mit einer Spende das von Frau Dr. Barbara Dünzl betriebene Projekt im Augustinerinnen-Krankenhaus in Sendhwa/Madhya Pradesh in Zentralindien fördern (s. „Aktuelles“ August 2013, Januar und Dezember 2016 und zuletzt Mai 2018).

Die dort ebenso unermüdlich wie Barbara Dünzl tätige Ordensschwester Julia steht für den gezielten und verschwendungslosen Einsatz unserer (und anderer) Mittel für die in Sendhwa betreuten Menschen. Solche Projekte sind nach unserer und der Erfahrung vieler in armen Ländern Engagierter um ein Vielfaches effektiver als manches Grossprojekt einer UN-Organisation oder vergleichbar grosser und ebenso verwaltungsaufwendiger NGO`s oderv GO´s.

EFI gratuliert Dr. Barabara Dünzl bei der Gelegenheit von Herzen zum Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, das ihr im September 2019 von der Bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml im Auftrag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehen wurde. Wenn jemand eine Auszeichnung für sinnvolles und selbstloses humanitäres Engagement verdient hat, dann sie.

Februar 2020 – der Rotary Club Wasserburg spendet grosszügig

Nach einem Vortrag unseres Vereinsmitglieds und langjährigen aktiven Interplastlers Dr. Wolfgang Detterbeck aus Breitbrunn hat der Rotary-Club Wasserburg aus dem östlichen Nachbarlandkreis eine grosszügige Spende in Höhe von € 2.000.- geleistet – herzlichen Dank dafür! Als ob es abgesprochen gewesen wäre, traf die Spende nahezu gleichzeitig mit der Nachricht ein, dass eines unserer in Indien stationierten Geräte für Elektrochirurgie („Kauter“) einen irreparablen Schaden aufweist und ersetzt werden muss.

Eine wirklich glückliche Fügung, der Anschaffungspreis liegt mit etwas Zubehör knapp unter € 2.000.-, es kann also weitergehen. Danke den (auch persönlichen) Freunden vom RC Wasserburg!

Januar 2020 – der LIONS-Club Wörth-Kandel spendet grosszügig

Über die „Pfalz Connection“ Ana Lázaro Martín und Thomas Heer – Südliche Weinstrasse hat sich der LIONS-Club Wörth-Kandel (das ist westlich von Karlsruhe, eigentlich schon mehr in Frankreich) für die Arbeit von Interplast interessiert und zu einer sehr grosszügigen Spende in Höhe von € 3.000.- (dreitausend !) entschlossen.

Die Spende ist zweckgebunden für die beiden Projekte in Haridwar und in N´danda/Tanzania (auch das N´danda-Projekt ist wiederholt von EFI gefördert worden); Ana Lázaro Martín ist bei beiden Camps aktiv dabei, so dass sich der LIONS Club Wörth-Kandel erstens auf eine sinnvolle Verwendung der Spendenmittel verlassen und zweitens auf eine spannende Berichterstattung freuen kann.

EFI sagt herzlichen Dank an den Club, vertreten durch seinen aktuellen Präsidenten Marcus Ehrgott !

November 2019 – EFI (be)fördert erneut Teams des Vereins „Orthopädie für die Dritte Welt (ODW e.V.)“ nach Lunsar/Sierra Leone

Wie fast jedes Jahr konnte EFI auch heuer wieder Tickets, Geräte, Material und Medikamente für einige Einsätze des Vereins ODW nach Lunsar/Sierra Leone beisteuern. EFI wünscht den KollegInnen und vor allem den Patientinnen und Patienten im St.-John-of-God Hospital erfolgreiche Arbeit!

September 2019 – Geld vom Verein „Freunde des Zonta-Clubs Murnau“; nicht zum ersten Mal

Nicht zum ersten Mal haben die „Freunde des Zonta-Clubs Murnau“ (von denen etliche auch Freundinnen sind) EFI mit Spenden unterstützt, namentlich für das langfristige Haridwar-Projekt.

Hintergrund ist nicht zuletzt die Mitgliedschaft von Frau Dr. Gaby Fromberg im dortigen Zonta-Club – sie ist ja seit 2010 die chirurgische Leiterin der Teams, die EFI unter dem Interplast-Dach (teils Sektion Bayern Süd, teils Sektion Bad Kreuznach) jedes Jahr nach Haridwar entsendet.

 

Über die Jahre hat der Verein inzwischen einen hohen vierstelligen Euro-Betrag beigesteuert – herzlichen Dank an die Freundinnen und Freunde und an die Mitglieder des Murnauer Zonta-Clubs. EFI hofft, dass dem Verein auch nach dem jüngsten Vorstoss des derzeitigen Bundesfinanzministers Olaf Scholz die Gemeinnützigkeit erhalten bleibt, nimmt er doch ausschliesslich Frauen auf 😊

 

Oktober 2019 – Erst gut sehen, dann gut liegen – nochmal BMM e.V.

Nachdem mit Unterstützung durch die Ebersberger Firma Dr. Mach die Sichtverhältnisse in den beiden Haridwarer Op´s schon deutlich verbessert werden konnten – s. Beitrag im Oktober 2016 -, macht es heuer der Wasserburger Verein „Begegnungen mit Menschen e.V.“ mit seinem Präsidenten Andreas Bauer möglich,

Andreas Bauer vom Verein „Begegnungen mit Menschen“ und Dr. Wolfgang Detterbeck von EFI mit dem Scheck für die beiden Op-Tische

zwei nagelneue Operationstische in „unsere“ Op´s zu stellen.

Ganz herzlichen Dank dafür!

Nachdem sich die Teams seit Jahren in Haridwar wie zuhause fühlen, sind allmählich auch die technischen Bedingungen kaum mehr zu unterscheiden:

leistungsfähige Klimaanlage, gut gepflegte chirurgische Instrumente im Wert von mehreren Zehntausend Euro, Ausrüstung zur Elektrochirurgie, LED-Op-Leuchten und  nun noch qualitativ gute Op-Tische. Jedes Jahr werden entscheidende Verbesserungen schwieriger, die Defizite weniger offensichtlich.

Das A und O der Arbeit, zu der sich gerade wieder ein Team unter Leitung von Dr. Gaby Fromberg aus Murnau und Dr. Wolfgang Detterbeck vom Chiemsee aufhält (darunter drei Ärzte aus der Ebersberger Kreisklinik), sind die handelnden Personen – unsere Teams und das Team der Gastgeber vom Rotary-Club Haridwar, die seit Jahren unglaublich gut harmonieren und zusammen schon mehr als 1.000 Operationen möglich gemacht haben. Nächstes Jahr wird das Dutzend an Einsätzen voll werden.

August 2019 – „Begegnungen mit Menschen e.V. (BMM) und fast zu viele Venenkanülen

Frisch vom Hersteller konnte der Verein „Begegnungen mit Menschen e.V.“ einen sehr grossen Posten originalverpackter Venenverweilkanülen für grössere Kinder und kleinere Erwachsene übernehmen (in Zahlen: ca. 30.000 Kanülen).

Venen-Verweilkanülen in verschiedenen Grössen

Unter Nutzung von EFI´s grossem und schnell reagierenden Netzwerk wurden rasch mehrere Tausend Kanülen in alle Welt gescjhafft, nach Afrika, Asien und Südamerika. Der Verkaufspreis im Medizinhandel liegt pro Kanüle im Bereich von 30 bis 50 €Cent – für viele Teams eine erhebliche Entlastung des Einsatz-Budgets.

Danke an Andreas Bauer vom Verein „BMB“!

November 2018 – EFI fördert einen Einsatz von ODW e.V. („Orthopädie für die Dritte Welt“) nach Padhar/Indien

Für ein kleines Team, Drs. My Nguyen aus Aachen und Fritjof Schmidt-Hoensdorf aus Isen, das sich die Operation von sog. „veralteten“ Klumpfüssen vorgenommen hatte und vor allem auch die Weiterbildung örtlicher Chirurgen in der Vorgehensweise, konnte EFI zum wiederholten Mal Tickets finanzieren und Gerätschaften und Material beisteuern.

Klumpfuss beri einem Neugeborenen

Der Klumpfuss ist die häufigste Fehlbildung an den Extremitäten überhaupt; er tritt bei etwa einem von 600 Neugeborenen auf, also in der BRD jedes Jahr über 1.000mal).

Schwerpunkt der Behandlung ist die Formung der Stellung mit Schienen und in vielen Fällen mit einem kleinen operativen Eingriff an der Achillessehne.

„veralteter“ Klumpfuss

Geschieht dies alles nicht im frühesten Alter, fixieren sich die Fehlstellungen, nicht zuletzt auch durch den Gebrauch des fehlgebildeten Fusses, und man spricht von einem „veralteten“ Klumpfuss. Zur Korrektur ist jetzt ein grösserer operativer Eingriff von Nöten, der nicht ohne Komplikationsrisiken ist und nicht immer zu sehr guten Ergebnissen führt. Spezielle Schmerzbehandlung, am besten mit einem entsprechenden Schmerzkatheter am grossen Beinnerven („Ischiasnerv“) für mehrere Tage.