27.10.2012 – Fa. Arthrex spendet ein Arthroskopie-Gerät mit Zubehör

Eine sog. „Power-Konsole“ mit Zubehör im Wert von einigen Tausend Euro hat Fa. Arthrex Medizinische Instrumente GmbH, Karlsfeld, dem Ebersberger Förderverein Interplast zur Verfügung gestellt – herzlichen Dank dafür.

Arthroskopie-System und – als Beispiel – ein Ansatzstück zum Gelenk-„Shaving“

Das Gerät wird nach Adaptation an die zu erwartenden Anforderungen in das Dhulikhel-Krankenhaus etwa 30 km von der Hauptstadt Nepals, Kathmandu, gebracht und dort erstmalig arthroskopische Operationen möglich machen.

Die Operation auf dem Wege der Gelenkspiegelung („Arthroskopie“) ermöglicht ein im Vergleich zu früheren, gelenkeröffnenden Operationen, ein sehr schonendes Vorgehen, das Abtragen, Reparieren oder Ersetzen verletzter Strukturen (Meniskus, Kreuzband) und hilft die Häufigkeit von Gelenksinfektionen zu senken. Auch die diagnostischen Möglichkeiten ergänzen bzw. verbessern die Möglichkeiten der „einfachen“ klinischen Untersuchung oder der sog. bildgebenden Verfahren (Röntgen, NMR).

Die ersten Fertigkeiten hat ein Orthopäde aus der Klinik kürzlich bei einem Gastaufenthalt in der Kreisklinik Ebersberg von Dr. W. Haller erlernt, welcher nicht nur ein überregional bekannter Spezialist in arthroskopischer Gelenkschirurgie ist, sondern auch aktives Interplast-Mitglied (und Mitglied des Vereins „Orthopädie für die Dritte Welt e.V.“, der mit EFI ein gemeinsames Projekt in Sierra Leone betreibt).

Dr. Haller wird nur wenig nach der Ausrüstung selbst in Dhulikhel eintreffen und sich dort um die Ausbildung kümmern – nochmals ein Dankeschön an Fa. Arthrex, stellvertretend an Herrn Armin Ergert.

26.10.2012 – Fa. TSL spendet transportables Beatmungsgerät

Auf Vermittlung durch Anästhesie-KollegInnen aus dem Dortmunder Raum hat uns die Medizintechnik-Firma TSL aus dem Teutoburger Wald vorläufig ein selbstgebautes extra-leichtes Beatmungsgerät zu Anästhesiezwecken gespendet. Herzlichen Dank dafür an den Firmeninhaber Herrn Matthias Höke !

extra-leichtes Rückatmungsgerät von Fa. TSL für die Reise (vorl. Konfiguration)

 

Kleinere Modifikationen könnten das Gerät noch besser geeignet machen für den Betrieb an Orten, an denen manchmal elektrischer Strom, manchmal teurer komprimierter Sauerstoff und kaum jemals Absorberkalk vorzufinden ist – wir haben gemeinsam bereits eine Möglichkeit gefunden, die Beatmungseinheit ohne lästiges Umstecken wahlweise mit Niederdruck-Gemisch aus einem O2-Konzentrator (hoher Frischgasfluss, wenig Rückatmung, wenig Atemkalk-Verbrauch) oder bei Stromausfall mit Flaschen-O2 zu beschicken (niedriger Frischgasfluss, viel Rückatmung, viel Atemkalk-Verbrauch, aber eben sehr geringer Sauerstoffverbrauch). Damit lässt sich, so hoffen wir nicht unbegründet, die bevorzugte Betriebsart ganz aktuell an die bestehenden Bedingungen anpassen (Strom, O2-Nachschub, Atemkalk).

EFI wird Anfang 2013 ein derartiges Gerät vor Ort testen, über weitere eventuelle Verbesserungen nachdenken und zusammen mit Fa. TSL an der „Perfektionierung“ arbeiten – danke an die Firma und Herrn Höke für die Bereitschaft dazu.

 

Das Gerät beim Einsatz in Perú

Aktuelle Ergänzung: in der Version „Lima 2.1“ hat das noch einmal modifizierte Gerät mittlerweile den ersten Test bestanden, und dies in der Höhe der Anden – in harmonischem Zusammenspiel mit einer Perfusor-Pumpe. Auf die Version „Lima 3.0“ darf man gespannt sein!