Juli 2026 – Druckluft für den Op und die Intensiv in Charkiv

Für die neu errichtete Kinder-Intensivstation und den OP im Krankenhaus Charkiv hat EFI in den letzten Monaten schon die eine oder andere Spende beitragen können, zuletzt Anfang des Monats eine Überwachungseinheit incl. Zubehör und etliche Spritzenpumpen, davor Verbandsmaterial in erheblichem Umfang. Die Gesamtkosten lagen nicht weit unter € 20.000.-.

Die von EFI schon zuvor finanzierten und von 4-Ukraine transportierten und übergegeben Kompressoren erzeugen mittlerweile zuverlässig Druckluft für die Kinder-Intensivstation und den gesamten Op-Bereich und werden von den örtlichen Kolleg*innen sehr geschätzt; Nachfragen nach weiteren Geräten für andere Kliniken sind schon eingegangen.

Mit derartigen Kompressoren lassen sich z.B. Beatmungsgeräte, aber auch druckluftgetriebene Op-Instrumente betreiben, was vor allem dann wichtig ist, wenn entsprechende elektrisch betriebene Gerätschaften nicht zur Verfügung stehen oder durch den Ausfall gut geregelten elektrischen Stromes unbrauchbar sind.

Im Gegensatz dazu sind die Kompressoren selbst zwar ebenfalls Strom-betrieben, aber im Vergleich zu einem medizinischen Bohrer oder einer feinen Säge erheblich weniger empfindlich gegen allfällige Spannungsschwankungen.

Charkiw im gleichnamigen Oblast war vor dem russischen Überfall mit mehr als 1,4 Millionen Einwohnern (etwa vergleichbar München) die zweitgrösste Stadt der Ukraine. Die geplante rasche Eroberung durch russische Streitkräfte gleich in den ersten Kriegstagen misslang, infolge Flucht vor der stetigen Bedrohung wird die aktuelle Bevölkerung allerdings lediglich noch auf ca. 500.000 geschätzt. Das wäre damit zu vergleichen, wenn mehr als 2,5 Millionen Einwohner Berlin verlassen hätten.

Ein danke an Dr. Marc Zoller aus Berlin von 4-Ukraine für die Fotos aus der Charkiwer Klinik – weitere Eindrücke gibt es auf der Website http://4-ukraine.de