Inmitten schleppender Verhandlungen über einen Waffenstillstand (besser: verschleppter Verhandlungen) versuchen wir zusammen mit unseren Partnern, dort zu helfen, wo es im Rahmen unserer logistischen und finanziellen Möglichkeiten liegt.
Es hat keinen Sinn, auf Verhandlungsergebnisse zu hoffen, während eine Seite, und zwar die, die den Krieg begonnen hat, auf ein Ausbluten des brutal und gegen jedes Recht überfallenen Verteidigers hinarbeitet, im Sinne von Ausbluten durch Waffen, moralisches Ausbluten durch Zerstörung von Energieanlagen bei winterlichen Minus-Temperaturen und Verursachen möglichst grosser Schäden an Strom-, Wasser-, Nahrungsmittel- und Wärmeversorgung und deshalb nicht die Spur von Verhandlungsbereitschaft zeigt.
Die einzige andere Seite, die militärisch beitragen könnte durch Waffen- und Munitionslieferung, politischen und wirtschaftlichen Druck („ich werde diesen Krieg innerhalb von 24 Stunden beenden“, so gesprochen vor 13 Monaten) beteiligt sich an den „Verhandlungen“, indem sie den Präsidenten des überfallenen Landes auf die Kleiderordnung im Weissen Haus hinweist und auf seine schlechten Karten und die Gespräche von einem
in diplomatischer Hinsicht (aber z.B. auch in ukrainischer Geografie oder jüngster Geschichte) wenig kompetenten Golf- und Immobilienfreund, Firmenpartner und Wahlkampf-Spender führen lässt sowie von seinem eigenen Schwiegersohn (ebenso Immobilien und Finanzen). Beide haben sich in der Vergangenheit nicht gescheut, aus ihren politischen Positionen persönlichen Zugewinn zu machen, und möglicherweise zielen auch die Gespräche mit dem diplomatisch haushoch überlegenen Putin weniger auf die Hilfe für die überfallene Ukraine als vielmehr der Vorbereitung persönlicher „deals“ bei Wiederaufbau und Verteilung der Beute.
Die Überbringung von 6.000 Mullbinden und 5.000 Wundpflastern, zusammen 32 Kartons im Wert von gut € 3.000.-, klingt vergleichsweise lächerlich (schon die Hotel-Kosten der US-„Verhandlungs“-Delegation um Witkoff und Kushner für eine Nacht liegen deutlich über diesem Betrag); dennoch ist es das, worum uns unsere ukrainischen Partner gebeten haben und was aus Berlin (mit logistischer Hilfe durch den Verein 4-Ukraine) bereits auf den Weg gegangen ist.
Die Spenden aus der deutschen Industrie sind leider seit 2024 merklich zurück gegangen; wir machen weiter, solange EFI das finanziell leisten kann, am Bedarf wird es, so fürchte ich, nicht so schnell fehlen.
